Wilde Rezepte

Köstlichkeiten aus Wald und Wiese


25. Mai 2020

Holunderblütenlimonade

Im Frühsommer gibt es nichts Erfrischenderes als Holunderblütenlimonade! Jetzt, ab Ende Mai bis in den Juni, leuchten die schönen Doldenblüten des Holunders in cremeweiß und verströmen einen schweren süßlichen Duft, den auch die Insekten lieben.

Probiert die Holunderblütenlimo und ihr wollt nichts anderes mehr trinken! Aber Vorsicht – es ist auch ganz schön viel Zucker drin!

 

So einfach ist der Sirup für eine Limonade - ihr braucht: 

  • 15-20 Blütendolden vom Schwarzen Holunder. Seid wie immer vorsichtig beim Sammeln und klärt vorher mit einem Erwachsenen, ob ihr auch das Richtige in Eurem Topf habt!
  • 2 Liter Wasser
  • 2kg Zucker
  • 50g Zitronensäure (gibt es im Reformhaus)
  • 2 Bio-Zitronen

Die Zitronensäure braucht ihr vor allem, wenn ihr den Sirup länger aufbewahren wollt. Sonst geht es auch ohne, und ihr nehmt stattdessen einfach noch eine frische Zitrone mehr dazu.

 

Uns so geht ihr vor:

  1. Zuerst löst ihr den Zucker (und wenn ihr wollt auch die Zitronensäure) in den 2 Litern Wasser auf. Dann gebt ihr die in Scheiben geschnittene Zitrone dazu (nicht die Schale abschälen!). Das Ganze lasst ihr nun 1-2 Tage stehen und rührt zwischendurch ab und zu einmal um.
  2. Dann nehmt ihr ein Küchensieb und seiht das Ganze in eine andere Schüssel durch, so dass Blüten und Zitronenscheiben im Sieb hängenbleiben. Nun könntet ihr den Sirup, verdünnt mit Mineralwasser schon geniessen! Wenn ihr ihn länger als ein paar Tage aufbewahren wollt, erhitzt ihr den Sirup noch einmal auf etwa 70-80 Grad (nicht kochen!). Danach könnt ihr in in Flaschen abfüllen. So hält er sich einige Monate. Am besten im kühlen Keller oder vor allem angebrochene Flaschen im Kühlschrank aufbewahren.
  3. Und jetzt probieren – denkt daran, den Sirup mit Mineralwasser zu verdünnen, sonst ist er viel zu süß! Mmmmhhhh herrlich erfrischend und lecker, was!?

Wenn ihr mit dem Geschmack noch etwas herumzaubern wollt, gebt in eine Flasche oder ein Glas Holunderblütenlimonade doch mal ein paar Wildrosenblüten oder etwas wilde Minze oder Zitronenmelisse aus dem Garten! Auch köstlich!!!


18. Mai 2020

Gänseblümchen-Quark

Und hier das Rezept der Woche - Ihr kennt doch alle sicher das Gänseblümchen?

 

Überall, besonders auf sonnigen Wiesen leuchtet es uns mit seinen weißen Blütenblättern entgegen. Vielleicht habt ihr sie auch schon einmal zu einem kleinen Strauß gepflückt oder einen Kranz daraus gebunden...? Aber wusstet ihr auch, dass man Gänseblümchen essen kann? Sie sind sogar gesund! Als Heilpflanze kann man sie bei Husten, Gelenkschmerzen oder kleinen Wunden einsetzen. Aber sie schmecken auch, wenn man sie lecker zubereitet, richtig gut! Ihr könnt sie zum Beispiel einfach etwas anfeuchten und in Zucker eintauchen. Aber ihr müsst auch unbedingt mal unseren Gänseblümchenquark ausprobieren! Und der geht ganz einfach.

 

Ihr braucht nur:

  • 250g Sahnequark
  • 2-3 Esslöffel milden Honig (Frühjahrsblüten- oder Akazienhonig)
  • 5 Esslöffel Milch
  • 1 Handvoll Gänseblümchen ( nur die Köpfchen)

ACHTUNG! Wildpflanzen immer gemeinsam mit Erwachsenen pflücken, vor allem, wenn ihr Euch unsicher seid!

 

Das Ganze verrühren, und damit es richtig schön aussieht, noch ein paar Blüten darüberstreuen! Ein suuuperleckerer Nachtisch, mit dem ihr auch Eure Familie verwöhnen könnt!

 


11. Mai 2020

Fichtenspitzensirup

Jetzt im Mai ist die ideale Zeit Fichtenspitzensirup (eine köstliche Leckerei von Bäumen) zuzubereiten und zu genießen!   

 Habt ihr sowas schon einmal probiert? Nein??? Dann ist Euch bisher eine himmlisch köstliche Nascherei entgangen! Aber das könnt ihr schnell ändern!

(C) D. Pagendarm
(C) D. Pagendarm

Dazu müsst ihr nur wissen, wie Fichten aussehen. Fichten sind immergrüne Nadelbäume, die bis zu 30m hoch werden können. Sicher kennt ihr die Zapfen, die sie tragen. Oft liegen auch viele solcher Zapfen am Waldboden, sie fallen als Ganzes von den Bäumen. Die Samen, die sich unter den Schuppen der Zapfen befinden, werden gern von Tieren gefressen, zum Beispiel von Eichhörnchen, Mäusen und Vögeln.

 

Am besten schaut ihr erst einmal mit Euren Eltern nach einer Fichte. Ihr dürft sie auf keinen Fall mit der giftigen Eibe verwechseln! Vorsichtshalber haben wir hier noch ein Foto für Euch. Die Fichte erkennt ihr unter anderem daran, dass ihre Nadeln rund um ihre Triebe herum stehen. Bei der Eibe stehen die Nadeln zweizeilig.

 

Ihr habt eine Fichte gefunden? Na, dann kann es ja losgehen!

Ihr braucht:

  • 5-6 Handvoll junge, hellgrüne,weiche Fichtentriebe (nicht die alten, harten, dunkelgrünen nehmen). Sie sollten mindestens 5cm lang sein. Sonst wartet ihr einfach noch ein paar Tage mit dem Sammeln
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • den Saft von1- 1,5 Zitronen

 

So wird's gemacht:

  1. Die Fichtentriebe waschen, in dem Wasser kurz aufkochen und über Nacht stehen lassen.
  2. Am nächsten Tag filtert ihr mit einem Sieb die Flüssigkeit ab und gebt den Zucker und den Zitronensaft dazu. Schön fleißig umrühren!
  3. Das Ganze erhitzt ihr nun vorsichtig, so dass es bald leicht vor sich hin köchelt. Nicht zu stark kochen lassen! Und ab und zu immer wieder schön umrühren und zwar so lange, bis in Eurem Topf eine sirupartige Masse entsteht (das kann gut 2-3 Stunden dauern).
  4. Zum Schluß füllt ihr den Fichtenspitzensirup in Gläser – fertig! Beim Abkühlen wird der Sirup dann noch etwas dickflüssiger.

Mmmhhh schmeckt herrlich auf frischen Brötchen oder zu Pfannkuchen! Lasst es Euch gut schmecken!